Solidarität mit der Ukraine: 1461 Tage Krieg in Europa
Heute, am 24. Februar jährt sich der russische Überfall auf die Ukraine zum vierten Mal. Seit vier Jahren führt Russland einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Nach dem Beginn der dreitägigen “Militärspezialoperation”, wie der Krieg in Russland genannt wird, hat der Krieg eine Phase erreicht, in der sich an der Front nicht viel bewegt. Russland gewinnt täglich nur langsam Quadratkilometer um Quadratkilometer dazu. Jeder Quadratkilometer kostet in keinem Vergleich zum Gewinn stehenden russischen Soldaten das Leben. In Russlands Ermattungsstrategie sind diese Verluste mit einkalkuliert. Langfristig sollen die ukrainischen Verteidiger abgenutzt und überfordert werden.
Die russische Strategie beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Front. Fast täglich greift Russland mit Raketen und Drohnen, wie der Geran, einer Lizenzproduktion der iranischen Shahed, zivile Ziele in der ganzen Ukraine an. Es werden Wohnhäuser, Schulen, Kindergärten und auch Krankenhäuser getroffen. Insbesondere in den Wintermonaten steht die ukrainische Energieinfrastruktur im Schwerpunkt der russischen Angriffe. Dadurch fällt der Strom in manchen Städten manchmal tagelang aus. Heizungen funktionieren nicht mehr und das bei zweistelligen Minusgraden im Winter. Damit soll auch die ukrainische Zivilbevölkerung ermüdet werden. Aktuelle Umfragen in der Ukraine zeigen allerdings bisher keinen Einfluss dieser Angriffe auf die öffentliche Meinung. Die Angriffe zeigen jedoch in aller Deutlichkeit die Rücksichtslosigkeit Russlands dabei, seine Ziele zu erreichen.
Für uns ist klar, wir stehen auch weiterhin an der Seite der angegriffenen Ukraine. Wir Jusos stellen uns klar gegen den russischen Imperialismus. Auf unserer Bezirkskonferenz 2025 haben wir deshalb den Antrag “Slava Ukraini – Solidarität kennt kein Ablaufdatum!” beschlossen.
Darin fordern wir die weitere politische Unterstützung der Ukraine mit allen, was sie braucht, um sich zu verteidigen und die humanitäre Situation zu verbessern. Solange dieser Krieg von Russland weitergeführt wird, darf es keine Normalisierung der Beziehungen mit Russland geben. Das schließt keine Friedensgespräche aus. Es muss mehr gegen die Umgehung der Sanktionen getan werden, um ihre Wirkkraft zu stärken.
Für die Zeit nach dem Krieg müssen wir uns aktiv am Wiederaufbau in der Ukraine beteiligen. Sobald die Ukraine die Beitrittskriterien erfüllt, soll sie auch in die EU aufgenommen werden.
Die Ukraine stellt sich seit 1461 Tagen gegen den russischen Imperialismus und schützt damit auch uns. Wir stehen weiterhin fest an der Seite der Ukrainer*innen!