Unsere Grundwerte


Sozialismus

Der Sozialismus ist für die Jusos bereits im Namen immanent. Als Jungsozialist*innen in der SPD sind wir nicht nur ein der Jugendverband innerhalb der SPD, sondern auch ein sozialistischer Richtungsverband.

In Deutschland wird bei Sozialismus schnell an die DDR gedacht. Das lehnen wir aber ab. Auch wenn die DDR sich sozialistisch nannte, war sie nicht sozialistisch. Denn Sozialismus ohne Demokratie, kann nicht existieren. Deshalb sprechen wir auch häufig vom Demokratischen Sozialismus.

Der Sozialismus ist unsere Vision von einer alternativen Welt. Wir beziehen uns dabei explizit auf das theoretische Gerüst, dass Karl Marx und Friedrich Engels konstruiert haben. Der Kapitalismus ist nicht in der Lage allen Menschen eine gerechte Teilhabe am Leben zu ermöglichen. Wir leben in einer Welt der Krisen, wirtschaftlicher und ökologischer Natur, der Ausbeutung von Menschen und der Natur und der Verwertung sämtlicher Lebensbereiche. Die meisten Menschen können sich nicht aussuchen, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Dies liegt daran, dass im Kapitalismus die Ressourcen wie Reichtum und Zeit ungleich verteilt sind. Das wollen wir ändern.

Wir lassen es nicht darauf beruhen, dass die so ist wie sie ist. Wir wollen eine Welt, in welcher alle die gleichen Teilhabemöglichkeiten haben, sei es der Zugang zu Bildung oder der Zugang zu Champagner. Wir wollen allen Menschen die Freiheit geben selber zu entscheiden, wie viel sie von was haben.

Wir kämpfen deshalb für eine Welt ohne Kapitalismus. Für eine Welt der echten Demokratie und Teilhabe. Wir kämpfen deshalb für den Sozialismus.

In unserer alltäglichen politischen Arbeit sprechen wir deshalb darüber, wie wir mehr Menschen demokratische und materielle Teilhabe ermöglichen können. Wir wollen Teilhabe für alle Menschen erreichen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft und kultureller Identität.


Antifaschismus

Wir Jusos Bezirk Hannover verstehen uns als antifaschistische Jugendorganisation. Wir treten neonazistischen Strukturen und rechten sowie rechtsoffenen Parteien entgegen. In diesem Sinne setzen wir uns für ein Verbot der NPD ein und diesem Zusammenhang nehmen wir auch die AfD in den Blick, die mit ihren rechtspopulistischen Äußerungen und Überschneidungen zur rechten Identitären Bewegung Neonazis eine bürgerliche Organisationsplattform sowie Finanzierungsmöglichkeiten bietet. Wir sagen: Neonazistische Strukturen angreifen, da wo sie entstehen.

Darüber hinaus setzen wir uns für die Unterstützung von unabhängigen antifaschistischen Initiativen und Modellprojekten ein. Diese sollen antifaschistisches Engagement in unserer Gesellschaft langfristig sichern und sind aus unserer Sicht ein wichtiger Teil der politischen Bildung. Nach den bundesweiten Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte müssen wir unseren Umgang mit rechten Tendenzen überdenken. Wir müssen erkennen, dass rechtes Gedankengut in vielen Facetten auftreten kann und sich durch die gesamte Gesellschaft zieht. Rechtsradikalismus muss als spezielles Problem erkannt und die grundlegenden Ursachen bekämpft werden. In diesem Zusammenhang lehnen wir eine Gleichsetzung von linken und rechten Strukturen vehement ab. Die Extremismustheorie gehört als wissenschaftlich widerlegtes und überholtes Konzept raus aus den Köpfen und den staatlichen Institutionen.

Antifaschismus bedeutet für uns auch Zusammenarbeit mit verschiedensten linken Bündnispartner*innen gegen Stammtischparolen und Populismus, aber auch praktisch. Der Kampf gegen Rechts wird von uns aktiv auch auf Gegendemonstrationen geführt. So mobilisieren wir jedes Jahr gegen den größten Naziaufmarsch in Bad Nenndorf. Antifaschismus bedeutet für uns auch immer, eine umfassende Kritik an den bestehenden Verhältnissen zu üben. Aufklärungsarbeit zu den Verbrechen des deutschen Faschismus und eine aktive Erinnerungspolitik sind für unseren Verband unverzichtbar. Regelmäßige Gedenkstättenbesuche sind für uns daher kein Pflichtprogramm, sondern Teil unserer politischen Identität und historischen Verantwortung!

Gerade junge Menschen müssen aus unserer Sicht für die Gefahren durch rassistische, antisemitische, geschichtsrevisionistische und menschenfeindliche Einstellungen sensibilisiert und zum gesellschaftlichen Engagement animiert werden. Gegen Neonazis und Rechtspopulist*innen zu demonstrieren und sie zu blockieren, dort wo es möglich ist, ist für uns ein wichtiger Beitrag zum Schutz unsere Demokratie!