Kostenloses Nachhilfeangebot an niedersächsischen Schulen

Beschlussnummer  2018.B6
Antragsteller*innen  Jusos Region Hannover
Weiterleitung an 

Wir fordern ein kostenloses Nachhilfeangebot an allen niedersächsischen Schulen. 

Dies soll als Angebot unabhängig von der jeweiligen Schulform an allen Schulen existieren. Die Nachhilfe wird von den Lehrkräften sowie pädagogischen Fachkräften. Die zusätzlichen Kosten übernimmt das Land. 

Langfristig wollen wir den Schritt zur Gemeinschaftsschule machen, in der alle Schüler*innen unter professioneller Aufsicht gemeinsam ihr Hausaufgaben machen und es keine optionalen Nachhilfeangebote gibt, sondern wo alle Schüler*innen gemeinsam lernen, auch außerhalb der Unterrichtsstunden.

Wiedereinführung eines Dezernates und einer Inspektion für Gesamtschulen

Beschlussnummer  2018.B5
Antragsteller*innen  Jusos UB Lüneburg
Weiterleitung an  Landeskonferenz, SPD-Landtagsfraktion

Wir fordern die Wiedereinführung eines eigenständigen Gesamtschuldezernates und damit verbunden die Erarbeitung und Realisierung einer eigenständigen, spezifischen Gesamtschulinspektion. Langfristig halten wir an unserem Ziel fest, die Gesamtschule für alle Schüler*innen durchzusetzen und das mehrgliedrige Schulsystem abzuschaffen. Zusätzlich fordern wir die Überprüfung bzw. Weiterentwicklung von Maßnahmen zur Qualitätssicherung an Schulen.

Klassengrößen an Gesamtschulen

Beschlussnummer  2018.B3
Antragsteller*innen  Jusos UB Lüneburg
Weiterleitung an  Landeskonferenz, SPD-Landtagsfraktion

Wir fordern dass die Klassengrößen an integrierten Gesamtschulen langfristig auf maximal 15 Schüler*innen gesenkt werden. Hierfür ist der Ausbau der Lehrer*innenstellen und eine Erhöhung der verfügbaren Lehrer*innen notwendig. In diesem Zuge muss das Lehramtsstudium grundlegend neu aufgestellt und modernisiert werden, genauso wie das Referendariat. Die Erhöhung der Lehrer*innen an Schulen ist nicht sofort umsetzbar, da selbst bei Einhaltung der Regelstudienzeit mindestens sechs Jahre vergehen, bis die angestrebte, erhöhte Studienanfänger*innenquote Wirkung zeigt. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt es dennoch alle Anstrengungen zu unternehmen, die Klassengrößen möglichst klein zu halten für eine bessere Lernumgebung in den Schulen.

Innere Fachleistungsdifferenzierung an Gesamtschulen in der Sekundarstufe I

Beschlussnummer  2018.B2
Antragsteller*innen  Jusos UB Lüneburg
Weiterleitung an  Landeskonferenz, SPD-Landtagsfraktion

Wir fordern die Möglichkeit zur inneren Fachleistungsdifferenzierung in den Fächern Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften und Englisch in allen Jahrgängen der Sekundarstufe I an Gesamtschulen und damit einhergehend eine angemessene Reduzierung der jeweiligen Lerngruppe auf maximal 15 Schüler*innen.

Kostenloser Zugang zu Hygieneartikeln und Kondomen auf den Schulklos

Beschlussnummer  2017.B4
Antragsteller*innen  Jusos UB Hildesheim
Weiterleitung an 

Wir fordern, dass auf allen Toiletten in weiterführenden Schulen Kondome kostenlos zur
Verfügung gestellt werden. Zudem sollen auf den Mädchen*-Toiletten auch Tampons und Binden kostenfrei zu finden sein.

Im Falle von Gender-neutralen Toiletten sollen grundsätzlich auf allen Schul-Toiletten in den weiterführenden Schulen Kondome, Tampons und Binden kostenfrei zugänglich sein.

Mehr Studienplätze und besser bezahlte Ausbildungsplätze in „Mangelberufen“

Beschlussnummer  2017.B2
Antragsteller*innen  Jusos Region Hannover
Weiterleitung an 

Wir fordern hiermit mehr Studien- und Ausbildungsplätze sowie eine bessere Bezahlung für Berufe, die in unserem Land zu wenige potentielle Arbeitskräfte verzeichnen, um Arbeitspensum auch in den kommenden Generationen durch mehr Nachwuchs zu sichern.

Distanzierung von der Exzellenzinitiative

Beschlussnummer  2016.INI4
Antragsteller*innen  Jusos UB Uelzen/Lüchow-Dannenberg
Weiterleitung an  SPD-Bundestagsfraktion

Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Diese Grundwerte verfolgen wir Jungsozialist*innen in all unserem Handeln. Mit jedem politischen Engagement kämpfen wir dafür den Sozialismus einen entscheidenden Schritt nach vorne zu bringen um eines Tages in einer diskriminierungsfreien Welt zu leben, in welcher es jedem gut gehen kann. Ein großer Bestandteil eines gerechten Lebens ist eine gerechte Bildung. Von der frühkindlichen Bildung, über die Schule, bis hin zur Universität, oder aber der Ausbildung muss sich jungsozialistische Politik im Sinne der Gerechtigkeit wiederfinden lassen. 

Die universitäre Selektion ist durch die Trägerschaft des öffentlichen Rechts um einiges geringer, als beispielsweise in England oder den Vereinigten Staaten von Amerika. Wir müssen wahrlich keine Tausenden von Euro bezahlen um in den Genuss kommen zu können an einer staatlichen Hochschule studieren zu können. Auch ist die Klassifikation in Hochschulen in Deutschland nicht annähernd in dem Maße up-to-date, wie in den oben genannten Beispielländern.

Initiativen, wie beispielsweise die Exzellenzinitiative stellen jedoch genau das Gegenteil von dem dar, was wir erreichen wollen. Neben der Selektion zwischen den Hochschulen findet dann innerhalb der privilegierten Hochschulen die so oder so übliche Selektion in brauchbar und unbrauchbar statt. So haben beispielsweise Geisteswissenschaftler*innen eine noch schlechtere Chance, wenn sie von einer der knapp 260 nicht von der Initiative als Exzellent ausgezeichneten Hochschulen kommen. So sieht keine gerechte Hochschulpolitik aus. Auch ein wiedermaliges Beteuern der Wichtigkeit der Exzellenzinitiative ist nicht gerecht gegenüber kleinen Hochschulen. Statt eine kleine Elite zu fördern, sollte die Devise sein, nachhaltig alle Hochschulen auszufinanzieren.

Aus diesem Grund fordern wir von der SPD-Bundestagsfraktion, insbesondere dem wissenschaftspolitischen Flügel und dem AK Wissenschaft, sich klar von Ideen wie der Exzellenzinitiative und ähnlichen unsolidarischen Pakten zu distanzieren und klar auf eine gerechte Hochschulpolitik hinzuarbeiten.

Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland stärken

Beschlussnummer  2015.B6
Antragsteller*innen  Jusos Region Hannover
Weiterleitung an  SPD-Bezirksparteitag, Bundeskongress

Die Jusos Bezirk Hannover fordern die SPD Bundestagsfraktion sowie die Landtagsfraktion in Niedersachsen dazu auf, sich in der Hochschulrektorenkonferenz sowie den Bildungsausschüssen einzusetzen für

  1. sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse in (internationalen) PhD-Programmen und Einzelpromotionen aller Fachdisziplinen bei gleichzeitiger adäquater tariflicher Eingruppierung
  2. die gewährleistete Zahlung der Leistungen für die volle reguläre Dauer der wissenschaftlichen Qualifikation durch die Hochschulen und/oder Landeshaushalte
  3. eine bessere Planbarkeit für NachwuchswissenschaftlerInnen an Hochschulen/Universitäten, auch in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, z.B. durch Änderungen im Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WisszeitVG) und Neuinvestitionen im akademischen Mittelbau.

Bafög für alle - Bildungsgerechtigkeit ermöglichen

Beschlussnummer  2015.B5
Antragsteller*innen  Jusos UB Uelzen/Lüchow-Dannenberg
Weiterleitung an  SPD-Bezirksparteitag, Bundeskongress, SPD-Bundesparteitag

Die SPD-Bundestagsfraktion wird aufgefordert, sich für eine grundlegende Reform des Bafögs einzusetzen. Künftig soll jede/r StudentIn die Möglichkeit haben, unabhängig vom Gehalt der Eltern und unabhängig von der Art der Ausbildung und des Studiums Bafög beanspruchen zu können.

Bei der Rückzahlung ist auf die finanzielle Situation der Bafög-EmpfängerInnen Rücksicht zu nehmen, insbesondere sind Härtefälle zu berücksichtigen.

Neuregelungen bei den Terminen für die Sommerferien

Beschlussnummer  2015.B4
Antragsteller*innen  Jusos Region Hannover
Weiterleitung an  Bundeskongress

Die Länder Baden-Württemberg und Bayern sind mit in den Wechselrhythmus der Sommerferien aufzunehmen.  

Sollte dies nicht möglich sein, legen die restlichen Bundesländer feste Kalenderwochen für den Beginn der zukünftigeb Sommerferien in Absprache fest, dabei dürfen nicht zu viele Bundesländer gleichzeitig mit den Sommerferien beginnen und sie sollten keine Nachbarflächenländer sein. 

Außerdem sollte der Zeitraum der Sommerferien in Deutschland nicht weiter ausgedehnt, sondern eher wieder verkleinert werden.

Schließlich sollen Ferien der Erholung der SchülerInnen dienen und nicht wirtschaftlichen Aspekten unterliegen.

Kostenfreie Schülerbeförderung für alle Schülerinnen und Schüler – Chancengleichheit schaffen

Beschlussnummer  2015.B3
Antragsteller*innen  Jusos UB Uelzen/Lüchow-Dannenberg
Weiterleitung an  SPD-Bezirksparteitag

Wir fordern, dass die Beförderung aller Schülerinnen und Schüler kostenfrei wird. Die Kostenfreiheit muss dabei unabhängig von der gewählten Schulform, des besuchten Jahrgangs und eines evtl. bereits vorhandenen Schulabschlusses sein.

Bezahlung von Lehrkräften in Niedersachsen

Beschlussnummer  2015.B2
Antragsteller*innen  Jusos UB Göttingen
Weiterleitung an 

Die Landesregierung wird aufgefordert, dass die Bezahlung aller Lehrkräfte innerhalb Niedersachsens angeglichen wird. Dieses bedeutet zum Einen die Angleichung der Gehaltszahlungen verbeamteter und nicht-verbeamteter Lehrkräfte, zum Anderen die Angleichung der Gehaltszahlungen an Lehrkräfte mit unterschiedlichen Ausbildungen (bspw. zwischen Gymnasial- und Grundschullehrkräften). Die Angleichung erfolgt für alle Lehrkräfte mindestens auf das Niveau von GymnasiallehrerInnen.

Inklusion an den niedersächsischen Schulen umfassend ermöglichen

Beschlussnummer  2015.B1
Antragsteller*innen  Jusos Region Hannover
Weiterleitung an 

Um die Inklusion an den niedersächsischen Schulen weiter voranzutreiben, müssen die Bedürfnisse der SchülerInnen, der LehrerInnen sowie der Eltern umfassend berücksichtigt werden. Wir fordern deshalb die niedersächsische Landesregierung auf sich für folgende Maßnahmen einzusetzen:

  • Die Klassengröße weiter zu verkleinern.
  • Jede Schule muss durch mindestens eine sozialpädagogische Fachkraft mit einer entsprechenden Ausbildung unterstützt werden. 
  • Die angekündigten Weiterbildungsmaßnahmen für LehrerInnen müssen durch regelmäßige Weiterbildungen sowie eine (noch) grundlegendere Reform des Lehramtsstudiums ergänzt werden, welche außerhalb der Schulzeiten stattzufinden haben. 
  • In den entsprechenden Klassen muss ein zusätzlicher Lehrer oder eine zusätzliche Lehrerin mit sonderpädagogischem Studium anwesend sein.
  • Die baulichen Umbaumaßnahmen für körperlich eingeschränkte SchülerInnen müssen voll finanziert werden.