Rücksicht gegenüber der Fläche!

Beschlussnummer  2018.W8
Antragsteller*innen  Jusos UB Holzminden
Weiterleitung an 

Das Grundverständnis des Juso-Verbands sollte sein, dass allen Jusos ein Mitwirken ermöglicht und erleichtert wird und die Formate so gewählt werden, dass den Lebens- und Wohnsituationen gerecht wird. Als Jusos Bezirk Hannover sind wir eine Flächenorganisation und müssen dieser auch gerecht werden. Gerade in ländlichen Gebieten ist die Struktur der Mitgliedschaft eine andere als in urbanen Gebieten. Es sind mehr Menschen in regulären Beschäftigungsverhältnissen, weshalb ein großer Anteil des Tages nicht zur freien Verfügung steht. Es gibt kaum Studierende (Zumindest kaum welche die auch tatsächlich noch vor Ort Wohnen), die Mitglieder haben demnach keinen Zugang zu studentischen Semestertickets und Vergünstigungen und Unterbezirke haben niedrige Etats. Ein Mitwirken oder "`eben mal nach Hannover fahren"' kann also mit viel Aufwand, Kosten und Mühen verbunden sein, wird aber immer selbstverständlich erwartet.

Dass Veranstaltungsformate rotieren und Vorstandssitzungen auch vermehrt in der Fläche stattfinden wird mit Argwohn betrachtet und zum Teil sogar verächtlich weggeschoben, da ja diese Ziele so schlecht erreichbar seien. Demnach werden diese auch nur sehr gering frequentiert. Spätestens aus diesen Erfahrungen sollte eine Nachvollziehbarkeit des umgekehrten Falls gezogen werden können.

Auf diese Herausforderungen möchten und müssen wir als Jusos Bezirk Hannover Antworten finden. 

Daher wird zeitnah eine Kommission vom Bezirk und seinen Unterbezirken eingesetzt werden, die sich in einem partizipativen Prozess mit diesen Themen auseinandersetzt und bis zur nächsten Bezirkskonferenz Antwort skizzieren soll. Diese Antworten sollen dabei nicht nur inhaltlicher Natur (s. Antrag W7 [2018.W7, Anm. d. Red.] ) sein, sondern auch aufzeigen, wie wir in unserer Arbeit als Jusos Bezirk Hannover organisatorisch und strukturell mit dem Gefälle zwischen Stadt und Land umgehen werden.