Gelebter Feminismus – auch auf Parteitagen

Beschlussnummer  2016.O1
Antragsteller*innen  Bezirksvorstand
Weiterleitung an  Landeskonferenz, Bundeskongress, SPD-Bezirksparteitag, SPD-Landesparteitag

Feminismus und der Kampf für Gleichstellung gehören zu den Grundwerten, denen wir uns verpflichtet fühlen und die unser Handeln leiten. Wie treten für die Verwirklichung feministischer Grundsätze nicht nur in der Gesellschaft ein, sondern versuchen diese gleichzeitig auch in die Partei zu tragen und dort umzusetzen. Unser Ziel ist die tatsächlich gleichberechtigte Mitwirkung aller Geschlechter in unserer Partei. 

Gerade bei Parteitagen handelt es aber sich nach wie vor um männlich dominierte Veranstaltungen. Frauen* mögen zwar in Delegationen zu 40 % berücksichtigt sein, treten aber kaum aktiv in Erscheinung. Außerdem herrscht gerade hier, wie auch sonst auf Veranstaltungen der Partei, wenn viele Genoss*innen zusammenkommen, noch besorgniserregend wenig Sensibilität für Sexismus.  

Unser Parteileben muss weiblicher werden. Dazu gehört auch, feministische Werte zu leben und aktiv gegen Sexismus vorzugehen.

Deshalb fordern wir für sämtliche Parteitage:

  1. Ein quotiertes Awareness-Team, das während eines Parteitages stets ansprechbar bzw. erreichbar ist.
  2. Eine Quotierung der Grußworte, diese sind zu 40 % von Frauen* zu halten. 
  3. Härtere Sanktionen für Unterbezirke bzw. Bezirke, die die Quote von angereisten Delegierten nicht einhalten. Außerdem sollen Ersatzdelegierte nur dann nachrücken können, wenn dies mit einer Quotierung der Delegation von 40 % vereinbar ist.
  4. Die Schließung der Redeliste, wenn 3 Männer hintereinander geredet haben und auf der Redeliste keine Frau* mehr steht. 
  5. Eine feste Quotierung des Präsidiums.