Weltraumpolitik voranbringen – wissenschaftlich, nachhaltig, internationalistisch

Beschlussnummer  2016.E1
Antragsteller*innen  Bezirksvorstand
Weiterleitung an  Bundeskongress

Wir sprechen uns für eine neue Weltraumpolitik aus. Diese muss sich an wissenschaftlichen, nachhaltigen und internationalistischen Grundsätzen messen lassen.

Das bedeutet für uns konkret:

  1. Weltraumpolitik muss wissenschaftliche Erkenntnisse und den Schutz der Erde in den Mittelpunkt stellen. Das bedeutet Investitionen in einen verbesserten Strahlenschutz für zukünftige Projekte und Maßnahmen um die Arbeitsbedingungen im Weltall zu verbessern, wie etwa die Anhebung der Schwerkraft in Raumstationen und Raumschiffen durch Rotation dieser.
  2. Verstärkte Investitionen in Roboter und künstliche Intelligenz, um Maschinen mehr Möglichkeiten zu geben die Raumfahrt voranzubringen und auch insbesondere die bemannte Raumfahrt zu unterstützen.
  3. Die Erhöhung des Budgets für Raumfahrt im Bundeshaushalt.
  4. Die Gründung einer weltweiten Weltraumagentur und damit einhergehend auch Zugang zur ISS für Vertreter*innen von Nationen wie China und Indien.
  5. Ein verbindliches, völkerrechtlich verankertes Verbot des Abschusses von Satelliten.
  6. Eine Initiative bei dem Büro der Vereinten Nation für Weltraumfragen (UNOOSA) zur Entsorgung von Weltraumschrott soll etabliert werden. Die ESA soll federführend sich mit der Frage der Entsorgung von Weltraumschrott beschäftigen. In diesem Rahmen soll die ESA insbesondere die Möglichkeit eines Laser-Broom-Systems geprüft werden.
  7. Eine neue Initiative um den PAROS-Vertrag durch die Vereinten Nationen abzuschließen.
  8. Initiierung eines weltweiten Projektes zur Aufdeckung und Abwehr von Kometen und Asteroiden.
  9. Die Raumfahrtpolitik in Deutschland muss zukünftig außerhalb der Verantwortung des Bundeswirtschaftsministeriums liegen und soll stattdessen im Verantwortlichkeitsbereich im Bundeswissenschaftsministerium liegen.
  10. Die ESA soll einen Initiative zum Bau eines Weltraumfahrstuhls auf dem Weg bringen. Mögliche Standortländer sollen wirtschaftlich und politisch unterstützt werden im Zuge des Baus eines Weltraumfahrstuhls.
  11. Das europäische Parlament muss einen rechtlichen Rahmen schaffen, um Asteroidenbergbau einen rechtlichen Rahmen zu geben. Dabei sind insbesondere arbeitsrechtliche Aspekte, sowie Sicherheit, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit in den Blick zu nehmen.
  12. Die Vereinten Nationen müssen den Weltraumvertrag aktualisieren in Hinblick auf zukünftig absehbaren Asteroidenbergbau und mögliche menschliche Kolonien auf dem Mond und den Planeten des Sonnensystems.