Verbesserungen für Flüchtlinge: Mehrsprachige Broschüren, mehr Sozialarbeiter, umfassende Sprachkurse

Beschlussnummer  2015.I3
Antragsteller*innen  Jusos UB Uelzen/Lüchow-Dannenberg
Weiterleitung an  SPD-Bezirksparteitag

Wir fordern, dass im Bezirk Hannover mehrsprachige Broschüren für Flüchtlinge erstellen lassen und an ankommende Flüchtlinge ausgegeben. Diese Broschüren sollen den Flüchtlingen die Ankunft erleichtern, indem sie die Flüchtlinge mit der Gesellschaft und Kultur in Deutschland vertraut machen (z.B. Informationen über Infrastruktur vor Ort wie Spielplätze, Ärzte o. Schulen; ihre Rechte und Pflichten im Asylverfahren).

Eine Kooperation der Landkreise und dem Land sollte geprüft werden, um ein finanzierbares und fachlich korrektes Ergebnis zu erzielen.

Ferner fordern wir eine größere Anzahl von SozialarbeiterInnen für eine umfassende Flüchtlingsbetreuung niedersachsenweit. Die bisherige Situation ist untragbar, Ehrenamtliche BetreuerInnen sind unschätzbar wichtig, allerdings können sie diese Aufgabe nicht allein bewältigen. Fachlich ausgebildetes Personal ist unerlässlich, damit die Kommunen niedersachsenweit eine zielführende Betreuung der Flüchtlinge sicherstellen können. 

Zusätzlich darf mit der Vermittlung von Sprachkenntnissen nicht erst begonnen, sobald ein gesicherter Aufenthaltstitel vorliegt. 

Wir fordern die Einführung von grundlegenden Sprachkursen bereits zu dem Zeitpunkt, ab dem feststeht, dass die Flüchtlinge zunächst einmal in der Kommune bleiben werden. Zumindest ein großer Teil der Flüchtlinge sollte an diesen Sprachkursen teilnehmen können. Viele dieser Menschen werden lange in Deutschland bleiben und hier wird unserer Ansicht nach unnötig Zeit verschenkt. Integration kann ohne Sprache nicht gelingen. Sich verständigen zu können ist aus unserer Sicht unabdingbar für eine menschenwürdige Unterbringung dieser Menschen.

Die Finanzierung dieser Sprachkurse ist mit dem Land abzustimmen.